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Routerfreiheit: So sparen Sie die Router-Miete

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Den Router gibt es zum Vertrag oft gleich dazu, gegen ein paar Euro Miete im Monat. Über Jahre summiert sich das auf Hunderte Euro. Dabei dürfen Sie längst Ihr eigenes Gerät nutzen, seit 2025 ausdrücklich auch bei Glasfaser.

Blonde Frau im Kleid hält lächelnd einen eigenen WLAN-Router, im Hintergrund ein beiseitegelegtes Mietgerät, als Symbol für die Routerfreiheit.

Wer einen Internetvertrag abschließt, bekommt den passenden Router oft gleich mitangeboten, für ein paar Euro Miete im Monat. Das ist bequem und fällt neben der Grundgebühr kaum auf. Über die Jahre wird daraus aber ein stattlicher Betrag, den Sie sich sparen können. Denn welches Gerät an Ihrem Anschluss hängt, entscheiden längst Sie selbst. Was dahintersteckt, klärt der erste Punkt.

Was Routerfreiheit bedeutet

Seit August 2016 gilt in Deutschland die sogenannte Routerfreiheit, festgehalten im Telekommunikationsgesetz. Der Kern: Kein Anbieter darf Ihnen ein bestimmtes Gerät vorschreiben. Das Netz des Anbieters endet an der Anschlussdose in der Wohnung, und dahinter dürfen Sie anschließen, was Sie wollen. Damit das klappt, muss Ihnen der Anbieter die nötigen Zugangsdaten herausgeben.

Lange war diese Freiheit bei DSL und Kabel selbstverständlich, bei Glasfaser aber umstritten. Mehrere Anbieterverbände beantragten 2023, das Glasfasermodem, den sogenannten ONT, künftig vorschreiben zu dürfen. Die Bundesnetzagentur lehnte das Anfang 2025 endgültig ab: Die freie Gerätewahl gilt ausdrücklich auch für Glasfaser, samt Modem und Kombigeräten. Trotzdem stellen sich manche Anbieter quer. Vodafone etwa wurde 2025 von der Verbraucherzentrale abgemahnt, weil es Kunden zu bestimmten Geräten drängte. Auf dem Papier ist die Sache aber klar. Bleibt die Frage, ob sich der eigene Router überhaupt lohnt.

Mieten oder kaufen: die Kosten

Die Mietgebühr wirkt klein, summiert sich aber. Je nach Modell verlangen die großen Anbieter zwischen rund 4 und 13 Euro im Monat, dazu oft einmalige Versandkosten. Ein gekaufter Router kostet einmalig meist zwischen 120 und 250 Euro und gehört dann Ihnen. Ein paar Beispiele aus dem Frühjahr 2026:

GerätMiete pro MonatMiete über 2 JahreKauf einmalig
Speedport Smart 4 (Telekom)6,95 €rund 167 €ab etwa 139 €
FritzBox 7530 AX (Vodafone)6,99 €rund 168 €ab etwa 150 €
FritzBox 7690 (Vodafone, 1&1)9,99 €rund 240 €ab etwa 250 €

Fachleute rechnen vor, dass sich der Kauf im Schnitt ab etwa dem 28. Vertragsmonat auszahlt, bei teuren Mietgeräten schon früher. Wer also länger als zwei bis drei Jahre beim selben Anschluss bleibt, fährt mit dem eigenen Gerät günstiger. Ob das auf Sie zutrifft, hängt von ein paar Faktoren ab.

Wann sich der Kauf lohnt

Geld ist nicht alles. Mit dem eigenen Gerät sind Sie unabhängig, können es bei einem Anbieterwechsel mitnehmen und bekommen Updates direkt vom Hersteller. Dafür kümmern Sie sich selbst um Einrichtung und Sicherheit, und bei einem Defekt nach der Garantie zahlen Sie den Ersatz. Diese Übersicht hilft bei der Entscheidung:

Eher kaufenEher mieten
Sie bleiben mehrere Jahre beim AnschlussSie nutzen den Anschluss nur kurz
Sie wollen volle Kontrolle und eigene EinstellungenSie möchten Support und kostenlosen Austausch bei Defekt
Sie nehmen das Gerät zum nächsten Anbieter mitSie steigen bald auf Glasfaser um und brauchen dann ohnehin ein neues Gerät

Haben Sie sich für den eigenen Router entschieden, ist der Umstieg unkompliziert.

So wechseln Sie zum eigenen Router

In vier Schritten hängt Ihr Wunschgerät am Netz:

  1. Ein passendes Gerät wählen. Wichtig ist die Anschlussart: ein DSL-Router für DSL, ein Kabelrouter für Kabel, ein Glasfaser-Router für Glasfaser. Ein DSL-Modell funktioniert an Glasfaser nicht.
  2. Beim Anbieter die Zugangsdaten anfordern. Das müssen Sie nur einmal tun, der Anbieter ist zur Herausgabe verpflichtet.
  3. Die Daten im neuen Router eintragen. Für die Telefonie kommen die Zugangsdaten fürs Internettelefonieren dazu.
  4. Ein eventuelles Mietgerät zurückschicken, damit die monatliche Gebühr endet.

So reibungslos der Wechsel ist, ein paar Dinge sollten Sie vorher wissen.

Worauf Sie achten sollten

Diese Punkte ersparen Ihnen Fehlkäufe und Ärger:

Eine neutrale Übersicht zu Anschluss und freier Gerätewahl bietet die Verbraucherzentrale:

Verbraucherzentrale: häufige Fragen zu Anschluss und Router

Jetzt sind Sie dran

Nutzen Sie einen eigenen Router oder das Mietgerät vom Anbieter? Haben Sie schon einmal nachgerechnet, was die Miete über die Jahre kostet, oder beim Wechsel zur eigenen FritzBox auf Hürden gestoßen? Schreiben Sie Ihre Erfahrung in die Kommentare. So profitieren auch andere von Ihren Tipps.



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