WLAN verbessern: So verschwinden die Funklöcher
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Im Wohnzimmer läuft der Stream, im Schlafzimmer bricht er ab. Schwaches WLAN nervt. Oft liegt es aber gar nicht am Anschluss, sondern am Funk im eigenen Zuhause. Schon Standort, Funkband und ein paar Einstellungen bringen oft viel.
Im Wohnzimmer läuft der Stream in bester Qualität, im Schlafzimmer eine Etage höher bricht er ab. Schwaches WLAN ist eines der häufigsten Ärgernisse im vernetzten Haushalt. Die gute Nachricht: Meist lässt es sich mit ein paar Handgriffen deutlich verbessern, oft sogar ohne neue Technik. Bevor Sie loslegen, lohnt aber eine einfache Prüfung.
Liegt es am WLAN oder am Anschluss?
Langsames Internet fühlt sich immer gleich an, hat aber zwei ganz verschiedene Ursachen. Entweder ist die Leitung selbst zu langsam, oder das Funksignal kommt im Raum nur geschwächt an. Das ist ein wichtiger Unterschied, denn ein schnellerer Tarif behebt kein Funkloch in der hinteren Ecke.
Den Test machen Sie in zwei Minuten: Führen Sie einen Geschwindigkeitstest einmal direkt am Router per LAN-Kabel durch und einmal per WLAN am Problemort. Ist die Kabelverbindung deutlich schneller, liegt es am WLAN, und die folgenden Schritte helfen. Sind beide langsam, liegt es eher am Anschluss oder am Tarif. Wenn das WLAN die Ursache ist, beginnen Sie mit dem Einfachsten.
Die schnellen Schritte zuerst
Diese Maßnahmen kosten nichts und lösen die meisten Probleme. Gehen Sie sie der Reihe nach durch:
- Router neu starten. Ziehen Sie den Stecker für 30 Sekunden und geben Sie dem Gerät danach zwei bis drei Minuten zum Hochfahren. Das beseitigt viele vorübergehende Störungen.
- Standort verbessern. Der Router gehört möglichst zentral, frei und erhöht, etwa auf ein Regal in Brusthöhe, nicht in den Schrank, hinter Möbel oder in den Keller.
- Funkkanal wechseln. Im Mehrfamilienhaus funken viele Netze auf denselben Kanälen. Stellen Sie im Router auf automatische Kanalwahl oder probieren Sie einen freieren Kanal.
- Firmware aktualisieren. Updates schließen Sicherheitslücken und verbessern oft die Stabilität. Viele Router erledigen das automatisch, wenn die Funktion aktiv ist.
Hilft das noch nicht überall, lohnt ein Blick auf die Umgebung des Routers.
Diese Störquellen schwächen das Signal
WLAN breitet sich wie das Licht eines Leuchtturms aus, und vieles im Haushalt steht ihm im Weg. Halten Sie den Router von diesen Störern fern:
- Geräte im 2,4-Gigahertz-Bereich. Mikrowelle, Babyfon, Bluetooth-Lautsprecher und schnurlose Telefone funken auf derselben Frequenz und stören.
- Massive Hindernisse. Stahlbeton, Metallflächen und Aquarien können das Signal um bis zu 50 Prozent abschwächen. Eine dicke Wand zwischen Router und Gerät kostet spürbar Tempo.
- Technik-Ansammlungen. Direkt neben Fernseher, Spielkonsole oder Netzwerkspeicher steht der Router ungünstig. Etwas Abstand hilft.
- Versteckte Aufstellung. Im Schrank, hinter dem Sofa oder am Boden verliert das Gerät einen Großteil seiner Reichweite.
Stimmt der Standort, geht es an eine oft übersehene Stellschraube: das Funkband.
Das richtige Funkband wählen
Moderne Router funken auf mehreren Frequenzen gleichzeitig. Jede hat ihre Stärken, und die richtige Wahl hängt davon ab, wie weit Sie vom Router entfernt sind:
| Funkband | Reichweite | Tempo | Gut für |
|---|---|---|---|
| 2,4 GHz | hoch, geht gut durch Wände | niedriger, oft stark belegt | entfernte Räume, einfache Geräte |
| 5 GHz | mittel | hoch und stabil auf kurzer Distanz | Router-Nähe, Streaming, Homeoffice |
| 6 GHz (WiFi 6E/7) | gering | sehr hoch, kaum belegt | neue Geräte nah am Router |
Ein praktischer Tipp: Sitzen Sie weit weg und die Verbindung bricht ab, ist das langsamere 2,4-GHz-Band oft die stabilere Wahl. In Router-Nähe holen Sie mit 5 GHz mehr Tempo heraus. Reicht die Reichweite trotzdem nicht, hilft zusätzliche Technik.
Reicht das nicht: Reichweite erweitern
In großen Wohnungen oder über mehrere Etagen kommt das Signal irgendwann nicht mehr an. Dann erweitern Zusatzgeräte das Netz. Welches passt, hängt von Wohnung und Anspruch ab:
| Lösung | Vorteil | Haken |
|---|---|---|
| Repeater | günstig, schnell eingesteckt | kann das Tempo halbieren, muss dort stehen, wo das Signal noch gut ist |
| Mesh-System | nahtloses Netz im ganzen Haus, ein WLAN-Name | teurer in der Anschaffung |
| Powerline | überbrückt dicke Wände über die Stromleitung | Tempo hängt von der Hausverkabelung ab |
| LAN-Kabel | schnellste und stabilste Verbindung | nur für feste Geräte, Kabel muss verlegt werden |
Für feste Geräte wie Fernseher oder Spielkonsole ist das Kabel immer die beste Wahl. Weitere Tipps für besseren Empfang hat der ZDF-Ratgeber zusammengetragen:
ZDF-Ratgeber: So verbessern Sie den WLAN-Empfang
Jetzt sind Sie dran
Wo hakt Ihr WLAN, und was hat bei Ihnen geholfen, der bessere Standort, ein anderer Kanal oder doch ein Mesh-System? Schreiben Sie Ihren besten Tipp in die Kommentare. So findet jeder schneller die Lösung, die zur eigenen Wohnung passt.
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