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12 Lebensmittel, die Sie schneller altern lassen

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Manche Lebensmittel lassen Zellen schneller altern, als jede Creme das ausgleichen kann. Margarine, Fruchtsaft, Wurst und Softdrinks gehören dazu. Was in ihnen steckt und was stattdessen auf den Teller sollte.

Junge blonde Frau im Sommerkleid hält frisches Obst und Gemüse, Symbolbild für gesunde Ernährung gegen vorzeitige Zellalterung
Teure Cremes versprechen straffe Haut. Den größeren Effekt hat aber, was mehrmals am Tag auf dem Teller landet. Altern ist normal. Wie schnell es geht, lässt sich über die Ernährung spürbar beeinflussen. Einige Lebensmittel treiben den Prozess an, ohne dass man es ihnen ansieht.

Die folgenden zwölf Gruppen gehören zu den größten Beschleunigern. Bei jeder steht, was im Körper passiert und was die bessere Wahl ist.

1. Margarine

Margarine gilt vielen als die gesündere Butter. Sie entsteht aus flüssigen Pflanzenölen, die fester gemacht werden. Bei der industriellen Härtung können Transfette entstehen. Die drücken das schützende HDL-Cholesterin nach unten und treiben das schädliche LDL nach oben, was die Gefäße verkalken lässt. In der EU gelten seit 2021 strenge Grenzwerte, viele Margarinen enthalten deshalb kaum noch Transfette. Trotzdem entscheidet die Qualität der Öle. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt Butter in Maßen, Olivenöl oder Rapsöl.

2. Fruchtsaft

Ein Glas Orangensaft zum Frühstück hat einen besseren Ruf, als es verdient. Im Saft steckt der konzentrierte Zucker mehrerer Früchte, aber kaum noch Ballaststoffe. Der Blutzucker schießt hoch, und die Leber muss die Fruktose verarbeiten. Kommt zu viel davon, lagert sie den Überschuss als Fett ein. Auf Dauer begünstigt das eine Fettleber. Die ganze Frucht ist besser, weil ihre Ballaststoffe den Zucker bremsen.

3. Fertige Salatdressings

Der Salat ist gesund, das Dressing aus der Flasche macht den Vorteil oft zunichte. Meist stecken billige Öle, viel Zucker und Zusatzstoffe darin. Dazu kommt ein schiefes Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3, das Entzündungen im Körper begünstigen kann. Ein Dressing aus gutem Oliven- oder Leinöl, Essig und Senf ist in zwei Minuten gerührt und enthält nur das, was man hineingibt.

4. Frühstücksflocken und Fertigmüsli

Bunte Cornflakes und gesüßtes Müsli sind stark verarbeitet und voller Zucker. Der Blutzucker steigt schnell und fällt genauso schnell wieder, der Heißhunger kommt am Vormittag. Wiederholt sich das täglich, schüttet der Körper ständig viel Insulin aus. Mit den Jahren kann daraus eine Insulinresistenz werden. Haferflocken, Dinkelflocken oder Haferkleie halten länger satt.

5. Wurst, Salami und Schinken

Verarbeitetes Fleisch enthält oft Nitrat und Nitrit zum Pökeln. Wird es stark erhitzt, etwa beim Braten, können daraus Nitrosamine entstehen. Die werden in Studien mit einem höheren Darmkrebsrisiko in Verbindung gebracht. Der hohe Salzgehalt treibt zusätzlich den Blutdruck. Frisches, unverarbeitetes Fleisch in Maßen belastet den Körper deutlich weniger.

6. Pommes und Frittiertes

Wird stärkehaltiges Essen in heißem Fett ausgebacken, bildet sich Acrylamid. Der Stoff gilt als wahrscheinlich krebserregend und schädigt Zellen. Je dunkler und knuspriger, desto mehr entsteht davon, und mehrfach erhitztes Öl macht es schlimmer. Kartoffeln gekocht oder nur hellgelb gebacken sind die harmlosere Variante. Die Faustregel der Verbraucherschützer dazu lautet: vergolden statt verkohlen.

7. Süßes Gebäck

Croissants, Muffins und Teilchen bestehen aus Weißmehl und raffiniertem Zucker. Zu viel Zucker im Blut bindet sich an Eiweiße und Fette. Dabei entstehen sogenannte AGEs, Advanced Glycation Endproducts. Sie machen das Kollagen in der Haut steif und brüchig. Die Haut verliert an Spannkraft, Falten bilden sich leichter. Vollkorngebäck, Nüsse und Beeren liefern Süße und Biss, ohne die Haut so zu strapazieren.

8. Softdrinks und Energydrinks

Cola, Limo und Energydrinks liefern fast nur Zucker und treiben den Blutzucker hoch. In vielen Colas steckt zusätzlich Phosphat. Natürliches Phosphat aus Lebensmitteln ist harmlos, das künstlich zugesetzte nimmt der Körper dagegen fast vollständig auf. Zu viel davon belastet die Nieren und bringt den Calcium-Phosphat-Haushalt durcheinander, was langfristig die Knochen schwächen kann. Gegen Durst tun Wasser und ungesüßter Tee denselben Dienst.

9. Light-Produkte und Süßstoffe

Aspartam und Saccharin sparen Kalorien, sind aber kein Freibrief. Erste Studien deuten an, dass viel Süßstoff die Darmflora verändern und die Vielfalt nützlicher Bakterien verringern kann. Was das langfristig bedeutet, ist noch nicht sicher. Wer Durst hat, fährt mit Wasser am besten, und ein wenig echte Süße in Maßen schadet nicht.

10. Alkohol

Alkohol ist ein Zellgift. Beim Abbau entsteht Acetaldehyd, das oxidativen Stress auslöst. Regelmäßiger Konsum lässt Hirnsubstanz schrumpfen, erhöht das Demenzrisiko und zählt weltweit zu den großen Krebsursachen. Besonders ungünstig ist die Kombination mit Zigaretten, weil sich beide Wirkungen verstärken. Schon weniger zu trinken ist hier ein echter Gewinn für Körper und Haut.

11. Chips und stark verarbeitete Snacks

Chips, Flips und Fertigsnacks vereinen schnelle Kohlenhydrate, Fett, viel Salz und Zusatzstoffe in einer Tüte. Diese Mischung bringt den Stoffwechsel durcheinander und fördert stille Entzündungen. Dazu isst man von solchen Snacks selten nur eine Handvoll. Nüsse oder Gemüsesticks mit Dip stillen das Knabberbedürfnis, ohne den Körper zu belasten.

12. Instantsuppen

Tütensuppen schmecken praktisch, stecken aber voller Salz und gehärteter Fette, oft Palmfett. Beim Raffinieren solcher Fette kann 3-MCPD entstehen, ein Stoff, der in Tierversuchen als bedenklich gilt. Eine selbst gekochte Gemüsebrühe braucht kaum mehr Aufwand und kommt ohne diese Fracht aus.

Worauf es im Alltag ankommt

Die Dosis macht das Gift. Ein Croissant am Sonntag oder ein Glas Saft im Sommer ruinieren nichts. Es zählt das, was an den meisten Tagen auf dem Teller liegt.

Vier Dinge bringen am meisten:

- Lange sättigende Kohlenhydrate statt schneller. Haferflocken, Haferkleie oder Dinkelflocken halten den Insulinspiegel ruhig.

- Gute Fette selbst dosieren. Dressings mit Olivenöl, Rapsöl oder Leinöl anrühren statt fertig kaufen.

- Möglichst naturbelassen essen. Ganze Früchte statt Saft, frisches Fleisch statt Wurst, selten Fertigprodukte.

- Wasser zum Standardgetränk machen. Softdrinks und künstlich gesüßte Getränke bleiben die Ausnahme.

Keine dieser Regeln verlangt Verzicht von heute auf morgen. Schon ein, zwei davon dauerhaft umzusetzen, verändert mehr als jede Creme.

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