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DekaBank im Visier: BaFin prüft Cum-Cum-Deals

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Ärger für das Wertpapierhaus der Sparkassen: Die Finanzaufsicht BaFin nimmt die Bilanzierung der DekaBank unter die Lupe. Im Fokus stehen fragwürdige Steuergeschäfte, die den Fiskus Milliarden gekostet haben.

Kontrolle bei der DekaBank

Die Finanzaufsicht BaFin schaut beim Wertpapierhaus der Sparkassen genauer hin. Gegenstand der Prüfung ist der Konzernabschluss 2024. Die Aufseher hegen den Verdacht, dass das Institut bei sogenannten Cum-Cum-Geschäften gegen internationale Rechnungslegungsregeln verstoßen haben könnte.

Der Kern der Prüfung: Bilanz-Trickserei?

Es geht nicht primär um die Geschäfte an sich, sondern um millionenschwere Forderungen in der Bilanz. Die DekaBank bezifferte ihre Ansprüche auf Steuererstattungen aus den Jahren 2013 bis 2018 auf insgesamt 478 Millionen Euro. Die BaFin bezweifelt jedoch, dass diese Aktivierung nach den IFRS-Regeln zulässig war. Laut der Behörde hätte das Institut nicht davon ausgehen dürfen, dass die Finanzverwaltung diese Forderungen tatsächlich anerkennt.

Was sind eigentlich Cum-Cum-Geschäfte?

Bei diesem Modell schoben ausländische Investoren Aktien kurz vor dem Dividendenstichtag an eine deutsche Bank oder einen Fonds. Da diese Institutionen sich die Kapitalertragsteuer erstatten lassen konnten, teilte man den Profit untereinander auf. Während Cum-Ex oft als der bekanntere Skandal gilt, verursachten diese Cum-Cum-Deals laut Experten einen geschätzten Schaden von rund 28 Milliarden Euro für den deutschen Staat.

Einordnung: Mehr als nur Buchhaltung

Die DekaBank gibt sich gelassen und betont die Konformität ihrer Praxis. Dennoch wiegt der Druck schwer: Fast eine halbe Milliarde Euro hat die Bank bereits an den Fiskus zurückgezahlt. Der Fall zeigt, wie sensibel die Aufsicht heute mit steuerlich grauen Zonen umgeht. Für die Sparkassen-Tochter wird die Veröffentlichung der Prüfungsergebnisse zum Stresstest für die Glaubwürdigkeit ihrer Bilanzierung.

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