Subventions-Alarm aus China: Druck auf die Industrie
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Staatliche Hilfsgelder in China erreichen Rekordhöhen und verzerren massiv den globalen Markt. Die OECD warnt vor den Folgen, während die deutsche Industrie zunehmend unter dem massiven Wettbewerbsdruck ächzt.Wenn staatliche Kassen den Markt bestimmen
Staatliche Subventionen in der globalen Industrie haben das höchste Niveau seit der Finanzkrise 2009 erreicht. Laut aktueller OECD-Daten flossen allein 2024 für 15 Schlüsselbranchen satte 108 Milliarden Dollar an Fördergeldern. Es ist ein Milliardenspiel, bei dem vor allem China die Spielregeln diktiert.
Besonders in Sektoren wie der Halbleiterindustrie, der Photovoltaik und dem Stahlbau pumpt Peking massive Summen in die heimischen Unternehmen. Das Ergebnis ist ein ungleicher Wettkampf: Chinesische Konzerne erhalten laut Studien bis zu achtmal mehr Unterstützung als ihre Pendants in anderen OECD-Staaten. Das hat Wirkung: Rund 60 Prozent des globalen Marktgewinns chinesischer Firmen sind direkt auf diese staatlichen Finanzspritzen zurückzuführen.
Warum die EU und Deutschland zittern
Für die deutsche Industrie ist das längst keine abstrakte Zahl mehr, sondern existenzieller Alltag. Ob Autobranche, Maschinenbau oder Chemie - die Schlüsselindustrien spüren den sogenannten China-Schock direkt im Portemonnaie. Die Gefahr? Eine schleichende Deindustrialisierung, wenn unsere Unternehmen gegen einen Staat antreten müssen, der Verluste seiner Firmen kurzerhand ausbügelt.
Die EU-Kommission findet hierfür deutliche Worte: Das aktuelle Verhältnis ist nicht nachhaltig. Doch der Spielraum ist eng. Peking reagiert auf drohende Zölle oder Handelsbeschränkungen mit harschen Drohungen und kündigt Gegenmaßnahmen an. Ein echter Handelskrieg liegt wie ein Schatten über den Beziehungen.
Brauchen wir einen neuen Kurs?
Die bisherige Strategie - Dialog und Mahnung - scheint an ihre Grenzen zu stoßen. Experten fordern nun, dass Berlin und Paris gemeinsam auf globaler Ebene agieren. Es geht darum, über den IWF oder die G7 Druck auf das chinesische Handelsmodell auszuüben.
Fakt ist: Die Zeit der reinen Vertrauensvorschüsse ist vorbei. Wenn die globale Wettbewerbsfähigkeit nicht nur auf Papier, sondern durch faire Marktbedingungen gesichert werden soll, muss die westliche Politik von der defensiven Beobachterrolle in die Offensive wechseln. Die kommenden G7-Gipfel werden zeigen, ob dies mehr als nur ein politisches Lippenbekenntnis bleibt.
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