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Historische Wende: Erneuerbare Energien liefern erstmals ein Drittel des Stroms

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Ein Wendepunkt in der globalen Energieversorgung: Erstmals stammen über 33 Prozent des weltweiten Stroms aus erneuerbaren Quellen. Vor allem China und Indien treiben den Rekord-Solarboom massiv voran und lassen Kohlekraft hinter sich.

Windraeder und Solarmodule in gruener Landschaft, davor eine Frau mit zuversichtlichem Blick

Die Ära der fossilen Vorherrschaft endet

Lange Zeit galt eine einfache Formel: Mehr Strombedarf bedeutet mehr Kohle und Gas. Diese Ära geht nun zu Ende. Laut einer neuen Analyse der Denkfabrik Ember haben Erneuerbare Energien 2025 erstmals einen Marktanteil von 33,8 Prozent am weltweiten Strommix erreicht. Damit ziehen Sonne, Wind und Wasser rechnerisch an der Kohle vorbei, deren Anteil auf 33 Prozent sank.

Besonders bemerkenswert: Das Wachstum der sauberen Energien deckte 2025 den kompletten Anstieg des globalen Stromverbrauchs ab. Wir erleben keinen bloßen Ausbau mehr, sondern eine echte Verdrängung fossiler Träger.

China und Indien als neue Taktgeber

Wenn man heute wissen will, wohin die Energiewelt steuert, muss man nach Asien blicken. China und Indien haben den aggressiven Ausbau von Solaranlagen zu einer Priorität gemacht. Das Ergebnis: In beiden Ländern ist die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen erstmals in diesem Jahrhundert gesunken. China zeichnet dabei allein für über die Hälfte des weltweiten Wachstums bei erneuerbaren Energien verantwortlich. Dieser massive Schub kompensiert derzeit sogar die emissionsstarken Rückschritte in anderen Industrieländern.

Warum die USA gerade auf die Bremse treten

Nicht überall läuft der Wandel rund. Während die Welt umsteuert, verzeichnen die USA einen Anstieg der CO2-Emissionen. Der Grund ist hausgemacht: Hohe Gaspreise haben viele Betreiber zurück zur Kohle getrieben. Zudem fressen energiehungrige KI-Rechenzentren die Bemühungen um mehr Effizienz förmlich auf. Es ist ein mahnendes Beispiel dafür, dass politische Entscheidungen und Infrastrukturausbau Hand in Hand gehen müssen.

Sicherheit als neuer Treiber

Die Energiewende ist längst kein reines Klimathema mehr. In einer geopolitisch instabilen Welt wird Energieunabhängigkeit zum Sicherheitsfaktor. Experten wie Alexis Abramson von der Columbia University betonen, dass gerade die volatile Lage am Persischen Golf viele Staaten dazu zwingt, ihre Abhängigkeit von fossilen Exporten zu beenden. Saubere Energie schützt nicht nur das Klima, sie macht national unabhängig von den Preisschwankungen auf den globalen Ölmärkten. Wir haben den Punkt erreicht, an dem ökonomische Vernunft und Versorgungssicherheit in dieselbe Richtung steuern.

Zu diesem Anteil tragen längst auch private Haushalte bei: Über 1,29 Millionen Balkonkraftwerke sind in Deutschland bereits angemeldet.

Den grünen Strom kann man auch ins eigene Auto laden: Wie gut eine Wallbox mit eigenem Solarstrom funktioniert, zeigt der Ratgeber.



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