Website erstellen lassen: ehrlicher Kostenvergleich
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Zehn Euro im Monat oder 12.000 einmalig: Wer eine Website erstellen lassen will, findet für jedes Budget ein Angebot. Entscheidend ist nicht der Einmalpreis, sondern die Summe über fünf Jahre.
Die ehrlichste Antwort auf die Preisfrage lautet: Eine gute Website kostet so viel, wie ihre Funktionen verlangen, nicht wie ihr Design aussieht. Wer 2026 eine Website erstellen lassen will, bekommt Angebote zwischen 1.000 und 15.000 Euro, daneben stehen Baukästen für 10 Euro im Monat und Abo-Modelle für 69 Euro. Nur stammen die meisten Preisartikel im Netz von Agenturen, Freelancern oder Baukastenanbietern, also von Parteien, die an einer bestimmten Antwort verdienen.
Wer eine neue Website plant, findet online vor allem Zahlen mit Absender. Dieser Vergleich sammelt sie aus allen Lagern, sagt dazu, woher sie kommen, und rechnet sie auf fünf Jahre hoch. Denn dort entscheidet sich, ob ein Weg günstig war. Wer eine Website erstellen lassen möchte, trifft die Entscheidung nämlich nicht für ein Jahr, sondern meist für fünf.
Website erstellen lassen oder selbst machen: die vier Wege
Für die eigene Website gibt es vier gängige Wege und einen Sonderfall. Baukasten und WordPress in Eigenregie kosten wenig Geld und viel Zeit. Wer stattdessen eine Website erstellen lassen will, bezahlt Geld und spart Zeit, bei einem Freelancer oder einer Agentur. Die Mietwebsite verteilt den Preis auf Monatsraten und bindet dafür vertraglich.
| Weg | Typischer Preis 2026 | Passt zu |
|---|---|---|
| Website-Baukasten | 10 bis 50 Euro im Monat | Solo-Selbstständige, Vereine, Minibudget |
| WordPress selbst gemacht | 150 bis 400 Euro im Jahr plus Eigenzeit | technisch Versierte mit Zeit |
| Freelancer | 1.500 bis 8.000 Euro | kleine Firmenwebsite, Handwerk, Praxis |
| Agentur | 5.000 bis 12.000 Euro | wachsende Unternehmen, Individualprojekte |
| Mietwebsite im Abo | 39 bis 69 Euro im Monat | knappes Startbudget, kurzer Horizont |
Baukasten: Wix, Jimdo und IONOS kosten 10 bis 50 Euro im Monat
Baukästen liefern Hosting, SSL, Editor und Design-Vorlagen aus einer Hand. Bedient wird per Drag-and-drop, Programmierkenntnisse braucht es keine. Die Preise für 2026, jeweils bei jährlicher Zahlung:
| Anbieter | Tarife | Besonderheit |
|---|---|---|
| Wix | Light ab 10,71 Euro, Core 23,80, Business 34,51, Business Elite 177,31 Euro im Monat | Light-Preis gilt im Zwei-Jahres-Vertrag, Gratisversion mit Wix-Werbung und ohne eigene Domain |
| Jimdo | kostenloser Play-Tarif, Bezahltarife bis rund 50 Euro im Monat | deutscher Anbieter, Server in Deutschland, Tarif Grow Legal mit automatisch aktualisierten Rechtstexten |
| IONOS MyWebsite | Aktionspreise ab 1 bis 6 Dollar, Verlängerung 12 bis 18 Dollar im Monat | Bundle mit Domain, Hosting und E-Mail, begrenzte Designtiefe |
| Squarespace | ab rund 19 Dollar im Monat | designstark, englischsprachiger Support |
| Shopify für Shops | Basic 36 Euro monatlich oder 25 bis 27 Euro jährlich, Grow 88 oder 66, Advanced 384 oder 289, Plus ab 2.100 Dollar | zusätzlich Transaktionsgebühren von 1,6 bis 2,1 Prozent plus 0,30 Euro, Apps 20 bis 100 Euro, Rechtstexte-Apps in Deutschland Pflicht |
Jimdo hat bei den Bezahltarifen einen Nachteil, der in Preislisten selten auftaucht: kein FTP-Zugriff, keine Datenbank, Support nur per E-Mail. Für eine Visitenkartenseite egal, für alles Wachsende nicht.
Das eigentliche Risiko liegt woanders, und es trifft ausgerechnet die, die später doch eine Website erstellen lassen wollen. Inhalt und Design leben im geschlossenen System des Anbieters. Ein Wechsel bedeutet Neuaufbau, keinen Export von sauberem Code. Dazu kommen Preiserhöhungen, ein separat berechnetes E-Mail-Postfach und die Domain-Verlängerung ab Jahr zwei. IONOS hat die Preise in den vergangenen Jahren mehrfach angehoben.
Website selbst erstellen mit WordPress: das Content-Management-System als Sparmodell
WordPress ist quelloffen und kostenlos. Die Software, wohlgemerkt. Wer die eigene Website erstellen und selbst betreiben will, kommt an diesem Weg kaum vorbei. Ein Content-Management-System wie WordPress zu bedienen erfordert keine Programmierkenntnisse. Wer das CMS selbst pflegt, braucht allerdings Vorkenntnisse im Umgang mit Updates und Backups. Der Betrieb kostet:
- Hosting: 5 bis 20 Euro im Monat im Shared-Tarif, 20 bis 80 Euro bei Managed WordPress. Welcher Tarif wann reicht, steht im Webhosting-Vergleich 2026.
- Domain: 10 bis 20 Euro im Jahr für .de oder .com.
- Premium-Theme und Plugins: 15 bis 22 Euro im Monat, meist als Jahreslizenz.
- Zeit: realistisch zwei bis vier Stunden pro Monat für Updates, Backups und Sicherheitschecks, dazu der deutlich größere Aufwand bei der Ersteinrichtung.
Wer die Wartung schleifen lässt, spart nichts. Eine gehackte Seite wieder sauber zu bekommen kostet schnell 2.000 bis 5.000 Euro, also mehr als die komplette Fremdvergabe an einen Freelancer. Was im Ernstfall zu tun ist, zeigt der Ablauf, wenn WordPress gehackt wurde. Ein Backup-Konzept gehört von Tag eins dazu, nicht erst nach dem ersten Schreck, und die richtige Backup-Strategie kostet weniger als eine Wiederherstellung.
Eine Website selbst zu erstellen und dauerhaft zu betreiben lohnt bei technischer Affinität und vorhandener Zeit. Fehlt eines von beidem, ist es der teuerste der vier Wege, nur eben verzögert. Dann ist es günstiger, die Website erstellen lassen und die Wartung gleich mitbuchen.
Freelancer und Webdesigner: Stundensatz 90 Euro oder Festpreis
Wer eine Website erstellen lassen will, landet preislich meist zuerst beim Freelancer. Der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap befragte 5.412 Selbstständige zwischen dem 17. November 2025 und dem 8. Februar 2026. Ergebnis: Der durchschnittliche Stundensatz stagniert erstmals seit Beginn der Erhebung bei 103 Euro, im Vorjahr waren es 104 Euro. Die Webentwicklung bildet dabei das untere Ende.
| Fachgebiet | Mittlerer Stundensatz |
|---|---|
| SAP und ERP | 120 Euro |
| Data und Analytics | 100 Euro |
| Software- und Webentwicklung | 90 Euro |
| IT-Freelancer im DACH-Raum gesamt | 95 Euro |
Für eine kleine Firmenwebsite nennen mehrere Quellen eine Projektspanne von 1.500 bis 8.000 Euro, je nach Anforderung. Für kleinere Projekte wie einen Onepager liegt die Spanne deutlich darunter. Wer einen Festpreis vereinbart, sollte die Zahl der Korrekturschleifen hineinschreiben lassen, sonst wandert der Rest in Nachträge. Ein Erstgespräch ist bei den meisten Anbietern kostenfrei und zeigt schnell, ob die Vorstellungen zusammenpassen.
Ein Posten fehlt in fast allen Angeboten: die Künstlersozialabgabe. Beauftragt ein Unternehmen eine selbstständige Einzelperson für Design oder Texte, kann sie anfallen. Bei einer Website für 6.000 Euro sind das rund 300 Euro obendrauf. Bei einer Agentur in der Rechtsform einer GmbH entfällt sie. Diese Rechnung stammt von einer Agenturquelle, ist also im Zweifel freundlich zur Agentur gerechnet, aber die Abgabe selbst ist real.
Der Vorteil eines Freelancers ist der kurze Draht. Der Nachteil steht direkt daneben: Krankheit, Urlaub oder Geschäftsaufgabe legen das Projekt still. Wer die Website erstellen lassen und danach jahrelang betreuen lassen möchte, sollte diesen Fall vorher durchdenken.
Agentur: 5.000 bis 12.000 Euro für die Erstellung einer Website
Bei Agenturpreisen ist die Quellenlage am dünnsten, weil fast alle Zahlen von Agenturen selbst stammen. Als Orientierung taugen sie trotzdem:
| Projekttyp | Marktpreis 2026 |
|---|---|
| Onepager oder Landingpage | 1.000 bis 2.500 Euro, vereinzelt bis 7.000 |
| Kleine Unternehmenswebsite, 5 bis 10 Seiten | 2.500 bis 5.000 Euro, häufiger genannt 5.000 bis 12.000 |
| Größere Website mit individuellem Design | ab 5.000 bis über 12.000 Euro |
| Einfacher Onlineshop | 8.000 bis 15.000 Euro |
| Tagessatz einer Werbeagentur | 500 bis 1.600 Euro |
| Stundensatz Webentwickler DACH | 110 bis 150 Euro |
Die Spanne von 3.000 bis über 12.000 Euro für dieselbe Aufgabenbeschreibung ist kein Zufall und auch keine Abzocke. Sie entsteht, weil unter dem Begriff kleine Unternehmenswebsite völlig verschiedene Leistungen laufen. Der belastbarste Konsens liegt bei 5.000 bis 12.000 Euro.
Was eine Agentur einem Freelancer voraushat, sind Ausfallsicherheit und Routine bei rechtlichen Fragen. Webdesign, Texte, Technik und Rechtsprüfung kommen aus einem Haus. Bezahlt wird das mit Overhead. Für eine Firmenwebsite mit Shop oder Schnittstellen ist die Agentur trotzdem der ruhigere Weg, eine Website erstellen zu lassen.
Mietwebsite ab 39 Euro: die versteckten Kosten im Abo
Website ab 39 Euro im Monat klingt nach der Lösung für knappe Kassen. Monatliche Pauschale, betreute Seite, Hosting und Wartung inklusive, keine Anfangsinvestition. Drei Punkte entscheiden darüber, ob das Modell trägt.
Laufzeit. Viele Anbieter binden 24 Monate, einige werben mit monatlicher Kündbarkeit. Der Unterschied zwischen beiden Varianten beträgt bei 69 Euro im Monat rund 1.650 Euro.
Eigentum. Bei vielen Modellen bekommt der Kunde keine Zugangsdaten und bleibt dauerhaft abhängig. Teils geht die Website erst nach Ablauf der Laufzeit in sein Eigentum über, teils nie. Das gehört vor die Unterschrift, nicht danach.
Rechtliche Einordnung. Domain- und Hostingverträge werden juristisch als Miet- oder Pachtverhältnis nach Paragraf 581 BGB behandelt. Wer mietet, besitzt nicht.
Über viele Jahre wird Miete teurer als Kauf. Bei kurzem Horizont oder knappem Budget kann sie trotzdem die richtige Wahl sein. Wer eine Website erstellen lassen und sie dauerhaft besitzen will, ist mit einem Festpreisprojekt besser bedient.
Einmalige Kosten: was den Preis wirklich treibt
Diese Posten tauchen in jedem Angebot auf, wenn Sie eine Website erstellen lassen. Sie einzeln zu kennen hilft beim Vergleich, weil Anbieter sie unterschiedlich bündeln.
| Kostenposition | Typische Spanne | Kostentreiber |
|---|---|---|
| Konzeption und Beratung | 300 bis 2.000 Euro | Umfang, Workshops |
| Design mit Template | 0 bis 1.500 Euro | fertiges Theme oder Anpassung |
| Individuelle Website mit eigenem Design | 1.500 bis über 8.000 Euro | Markenanspruch |
| Programmierung und Umsetzung | 1.000 bis über 10.000 Euro | Seitenzahl, Funktionen |
| Texte | ab 80 bis 300 Euro je Unterseite | Umfang, SEO |
| Fotograf | mehrere hundert Euro | Umfang des Shootings |
| Logo und Corporate Design | einige hundert bis mehrere tausend Euro | Markenanspruch |
| Mehrsprachigkeit | deutlicher Aufpreis | Zahl der Sprachen |
| Shop-Funktionen | hoher Aufpreis | Zahlarten, Schnittstellen |
| Grundoptimierung für Suchmaschinen | im Projekt enthalten oder Aufpreis | Umfang der Suchmaschinenoptimierung |
| Schulung | einige hundert Euro | Umfang |
Wer eine Website erstellen lassen möchte, unterschätzt an dieser Stelle meist dasselbe. Den Preis treibt nicht das schöne Design. Es sind Shop, Online-Terminbuchung, Mitgliederbereich, Schnittstellen zur Warenwirtschaft, Mehrsprachigkeit und die schlichte Anzahl der Unterseiten. Eine Startseite plus fünf Unterseiten ist ein anderes Projekt als dieselbe Startseite mit vierzig. Die Art der Website entscheidet also mehr über den Preis als der Anbieter.
Laufende Kosten: Domain, Hosting, Wartung, Rechtstexte
Die laufenden Kosten fallen unabhängig vom Weg an. Auch wer eine Website erstellen lassen will, zahlt sie ab dem ersten Monat nach dem Livegang.
| Position | Kosten 2026 |
|---|---|
| Domain .de oder .com | 10 bis 20 Euro im Jahr |
| Kosten für Hosting | 5 bis 20 Euro im Monat im Shared-Tarif, 20 bis 80 Euro bei Managed WordPress |
| E-Mail-Postfächer | oft separat, wenige Euro je Postfach |
| Premium-Theme und Plugins | 15 bis 22 Euro im Monat als Jahreslizenz |
| WordPress-Wartungsvertrag | 40 bis 150 Euro im Monat, Einstieg ab 30 bis 50, WooCommerce 80 bis 150 |
| Backups und Security-Monitoring | im Wartungsvertrag enthalten oder 15 bis 45 Euro im Monat |
| Rechtstexte-Abo | eRecht24 ab 15 Euro, IT-Recht Kanzlei Starter 24,90 Euro im Monat |
| Cookie-Consent-Tool | 0 bis 50 Euro im Monat |
Was eine Website kostet, entscheidet sich im laufenden Betrieb oft an diesen Kleinposten. Bei den Cookie-Tools lohnt der genaue Blick, weil die Preismodelle unterschiedlich gebaut sind. CCM19 startet bei 5,90 Euro im Monat und bleibt bis 5.000 Seitenaufrufe je Domain kostenlos. Borlabs Cookie kostet 49 Euro im Jahr für eine Website und hat keine Gratisversion. Real Cookie Banner Pro beginnt bei 59 Euro im Jahr, die Basisversion ist frei. Cookiebot bietet einen Free-Plan, Premium Lite liegt bei 7 Euro im Monat, Usercentrics startet bei 50 Euro. Cookiebot hat 2025 mehrfach an den Preisen gedreht, vor der Buchung also auf der Herstellerseite gegenprüfen.
Bei den Rechtstexten deckt eRecht24 Premium ab 15 Euro im Monat normale Webseiten ab und haftet bei unveränderter Verwendung. Die IT-Recht Kanzlei bringt für 24,90 Euro bis zu fünf Präsenzen inklusive AGB und Widerrufsbelehrung mit, was für Shops die passendere Wahl ist. Welche Angaben überhaupt hineingehören und was beim Impressum jetzt Pflicht ist, sollte vor der Abo-Entscheidung klar sein.
Bei der WordPress-Wartung reicht die Spanne von 10 bis 600 Euro im Monat. Das ist kein Preischaos, sondern ein Leistungsunterschied. Am unteren Ende steht ein Update-Tool ohne Support, am oberen ein Managed Service mit Reaktionszeiten im Vertrag. Wer Tempo als Kriterium mitnimmt, findet die Stellschrauben unter WordPress schneller machen.
Kosten einer Website über fünf Jahre: drei Rechenbeispiele
Alle Werte sind gerundet, netto und ohne Fördermittel. Es sind Modellrechnungen auf Basis der oben genannten Marktspannen, keine Angebote. Sie zeigen, was eine Website erstellen lassen über die Jahre tatsächlich kostet.
Szenario A: Visitenkarten-Website für Solo-Selbstständige
| Weg | Einmalig | Pro Jahr | 3 Jahre | 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Baukasten | 0 Euro | 200 Euro | 600 Euro | 1.000 Euro |
| WordPress selbst | 0 Euro plus Eigenzeit | 300 Euro | 900 Euro | 1.500 Euro |
| Freelancer | 1.500 Euro | 500 Euro | 3.000 Euro | 4.000 Euro |
| Agentur | 2.500 Euro | 800 Euro | 4.900 Euro | 6.500 Euro |
Szenario B: KMU-Website mit 5 bis 10 Seiten
| Weg | Einmalig | Pro Jahr | 3 Jahre | 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Baukasten | 0 bis 500 Euro | 400 Euro | 1.200 bis 1.700 Euro | 2.000 bis 2.500 Euro |
| WordPress selbst | 0 bis 1.000 Euro | 500 Euro | 1.500 bis 2.500 Euro | 2.500 bis 3.500 Euro |
| Freelancer | 3.000 bis 5.000 Euro | 1.000 Euro | 6.000 bis 8.000 Euro | 8.000 bis 10.000 Euro |
| Agentur | 5.000 bis 12.000 Euro | 1.500 Euro | 9.500 bis 16.500 Euro | 12.500 bis 19.500 Euro |
Szenario C: kleiner Onlineshop
| Weg | Einmalig | Pro Jahr | 3 Jahre | 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Shopify selbst | 500 bis 1.500 Euro | 1.200 Euro plus Transaktionsgebühren | 4.100 bis 5.100 Euro | 6.500 bis 7.500 Euro |
| WooCommerce selbst | 500 bis 2.000 Euro | 1.500 Euro | 5.000 bis 6.500 Euro | 8.000 bis 9.500 Euro |
| Freelancer | 5.000 bis 10.000 Euro | 2.000 Euro | 11.000 bis 16.000 Euro | 15.000 bis 20.000 Euro |
| Agentur | 8.000 bis 15.000 Euro | 2.500 Euro | 15.500 bis 22.500 Euro | 20.500 bis 27.500 Euro |
Zwei Dinge fallen auf. Der Abstand zwischen den Wegen schrumpft mit der Zeit, weil die laufenden Kosten überall anfallen. Und der Baukasten schlägt bei der Visitenkartenseite jede Alternative deutlich, verliert diesen Vorsprung beim Shop aber fast vollständig. Beim Shop kostet eine Website erstellen lassen nach fünf Jahren nur noch das Doppelte statt des Zehnfachen.
Förderung 2026: go-digital ist weg, Bremen zahlt bis 17.000 Euro
Wer eine Website erstellen lassen will und auf Fördergeld hofft, sollte zuerst eine Enttäuschung verarbeiten. Die beiden bekanntesten Bundesprogramme existieren nicht mehr. Bei go-digital endete die Antragstellung am 31. Dezember 2024, Grund war laut Ministerium die Haushaltslage. Digital Jetzt lief zum 31. Dezember 2023 aus, das Förderportal wurde im März 2026 abgeschaltet. Manche Beraterseiten werben weiterhin damit. Das ist kein Versehen, sondern Kundenfang.
Was 2026 bleibt:
- Mittelstand-Digital Zentren. 27 Zentren bundesweit, darunter Bremen-Oldenburg. Workshops und Einzelberatung kostenlos, aber kein Zuschuss zu einer selbst gewählten Agentur. Die Förderung dieses Netzwerks läuft bis Ende 2026 schrittweise aus, ab 2027 soll ein neues Netzwerk mit Schwerpunkt KI und IT-Sicherheit folgen.
- BAFA-Beratungsförderung. Bemessungsgrundlage 3.500 Euro netto je Beratung, Zuschuss 50 Prozent in den alten Bundesländern (maximal 1.750 Euro) und 80 Prozent in den neuen Ländern sowie in den Regionen Lüneburg und Trier (maximal 2.800 Euro). Bis zu fünf Beratungen, höchstens zwei im Jahr. Die Richtlinie des BAFA ist bis zum 31. Dezember 2026 befristet. Gefördert wird das Beraterhonorar, nicht die Umsetzung.
- KfW-ERP-Förderkredit Digitalisierung, Programm 511 und 512. Zinsverbilligter Kredit, kein Zuschuss, Antrag über die Hausbank. Seit 2026 ohne Mindestkreditbetrag, Kleinstkredite ab 25.000 Euro sind möglich, Zinssatz 3,5 bis 5,2 Prozent, bis zu drei tilgungsfreie Jahre. Für ein reines Website-Projekt überdimensioniert.
Interessanter sind die Landesprogramme. In Bremen ist zum 1. April 2026 das Programm Digitaler Mittelstand KI gestartet: bis zu 17.000 Euro Zuschuss, Laufzeit bis Ende 2027, zunächst eine Million Euro aus Landesmitteln. Gefördert werden Projekte rund um KI, Automatisierung und Cybersicherheit, adressiert sind KMU, Kleinstunternehmen und Soloselbstständige. Junge Unternehmen müssen vorher verpflichtend zu den Digitallotsen des Landes. Anträge laufen über die BAB und die BIS Bremerhaven. Daneben gibt es die BAB-Beratungsförderung Digitalisierung und Arbeit 4.0 mit 50 Prozent der externen Beratungskosten, maximal 5.000 Euro je Projekt.
In Niedersachsen ist der Digitalbonus mit Ablauf des 31. Dezember 2025 außer Kraft getreten, ein direkter Nachfolger fehlt. Hamburg hat den alten Digitalbonus im August 2025 durch den Hamburg Digital Check ersetzt: 50 Prozent auf qualifizierte Beratungsleistungen, maximal 7.500 Euro, Anträge bis zum 16. November 2026, bei erschöpften Mitteln auch früher Schluss.
Eine Regel gilt bei allen Programmen. Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein, wer vorher unterschreibt, verliert den Anspruch vollständig. Und die reine Website-Erstellung ist bei den meisten Programmen gar nicht förderfähig, Beratung dagegen schon. Das hier ist eine Orientierung und keine Förderberatung. Die Bedingungen ändern sich häufig und gehören vor jedem Antrag auf der offiziellen Programmseite geprüft.
Versteckte Kosten: was nach dem ersten Jahr dazukommt
Die unangenehmen Posten stehen nicht im Angebot, sie kommen später.
- Lizenzverlängerung. Viele Premium-Themes und Plugins sind im ersten Jahr günstig und verlängern sich danach zum regulären Preis. Der Sprung fällt erst auf, wenn die Abbuchung kommt.
- Plugin-Abhängigkeiten. Wird ein zentrales Plugin eingestellt oder kostenpflichtig, muss Ersatz her. Das kostet Geld und Arbeitszeit.
- Änderungswünsche nach dem Launch. Was nach der Abnahme geändert wird, läuft nach Stundensatz. Zwei Kleinigkeiten im Monat sind bei 90 Euro die Stunde schnell ein dreistelliger Betrag.
- Relaunch. Nach vier bis sechs Jahren wirkt eine professionelle Website veraltet. Der Relaunch kostet dann erneut den größeren Teil der Ersterstellung.
- Lock-in beim Wechsel. Baukästen und Mietmodelle machen den Umzug teuer, weil sich die Online-Präsenz nicht als sauberer Code exportieren lässt.
- Abmahnrisiko. Fehlende Rechtstexte und ungeklärte Bildrechte kosten mehr als jedes Rechtstexte-Abo.
Diese Posten erklären, warum zwei Angebote mit demselben Preis sehr unterschiedlich ausgehen können. Der Leistungsumfang steht im Vertrag, nicht in der Preiszeile.
Bevor Sie eine Website erstellen lassen: der Vertrag
Die teuersten Fehler stehen nicht im Angebot, sondern im Vertrag. Fünf Punkte entscheiden darüber, wem die fertige Seite am Ende gehört.
- Domaininhaber. Die Domain gehört auf den eigenen Namen, nicht auf die Agentur. Sonst gehört die Adresse jemand anderem.
- Zugangsdaten. Admin, Hosting und Domain-Verwaltung müssen beim Auftraggeber liegen. Wer sie nicht bekommt, kann den Dienstleister nicht wechseln.
- Nutzungsrechte nach Paragraf 31 UrhG. Urheber bleibt der Gestalter, übertragen werden nur Nutzungsrechte. Ohne klare Regelung erhält der Kunde im Zweifel nur das, was der Vertragszweck zwingend verlangt. Ein einfaches Nutzungsrecht erlaubt die Nutzung, der Ersteller darf dasselbe Design aber auch anderen überlassen. Ein ausschließliches Nutzungsrecht nach Paragraf 31 Absatz 3 UrhG sichert die alleinige Nutzung. Das gehört für Design, Code, Texte und Bilder schriftlich fixiert.
- Abnahme nach Paragraf 640 BGB. Ein Website-Projekt ist in der Regel ein Werkvertrag. Wann die Abnahme gilt und wie sie abläuft, gehört in den Vertrag.
- Barrierefreiheit. Ob die Seite dem BFSG genügen muss, sollte vertraglich festgehalten werden, nicht mündlich vereinbart.
Wer eine Website erstellen lassen will, erkennt unseriöse Anbieter meist schon am Angebot. Warnsignale: unrealistische Tiefpreise, fehlende Leistungsbeschreibung, lange Mindestlaufzeit bei Mietmodellen, eine Domain auf den Namen der Agentur und die Weigerung, Zugangsdaten herauszugeben. Ein seriöses Angebot nennt den Leistungsumfang, die Zahl der Unterseiten, die Korrekturschleifen, den Zeitplan, den Abnahmeprozess und die Preise für Nacharbeiten.
Barrierefreiheit und KI-Generatoren: was sich 2026 geändert hat
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025 und betrifft unter anderem B2C-Onlineshops sowie Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr, etwa Hotel- und Reisebuchungen. Ausgenommen sind Kleinstunternehmen, und zwar nur bei Dienstleistungen, nicht bei Produkten. Als Kleinstunternehmen gilt, wer weniger als zehn Beschäftigte hat und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme erreicht. Beide Kriterien müssen zusammen erfüllt sein. Rein informative Websites und reine B2B-Angebote fallen in der Regel nicht darunter.
Eine Übergangsfrist für Websites gibt es nicht, der Stichtag war der 29. Juni 2025. Bei Verstößen drohen bis zu 100.000 Euro Bußgeld und wettbewerbsrechtliche Abmahnungen. Technischer Maßstab sind WCAG 2.1 Stufe A und AA beziehungsweise die EN 301 549. Wen das betrifft, der plant die Kosten besser von Anfang an ein. Die konkreten Anforderungen stehen im Beitrag zur barrierefreien Website nach WCAG 2.2.
Parallel drängen KI-Generatoren in den Markt und versprechen, dass niemand mehr eine Website erstellen lassen muss. Wix AI, Framer AI, Hostinger AI, Durable, Squarespace AI und Werkzeuge wie Lovable oder Bolt bauen aus einer Textbeschreibung binnen Minuten einen Entwurf, Durable schafft eine Seite in rund 30 Sekunden. Als Rohbau taugt das, gegen die leere Seite hilft es zuverlässig. Die Ergebnisse wirken allerdings austauschbar, die Performance ist oft mittelmäßig und die erzeugten Texte müssen ohnehin überarbeitet werden. Vor allem übernimmt keine KI die Verantwortung für Rechtstexte, Bildrechte und Barrierefreiheit. Das bleibt beim Betreiber.
Dass viele kleine Betriebe ihre Website vor sich herschieben, liegt übrigens selten am Preis. Die DIHK-Digitalisierungsumfrage 2026 befragte im November 2025 genau 4.686 Unternehmen. Größte Hürden: fehlende Zeit mit 58 Prozent und Komplexität mit 56 Prozent. Geld kam mit 40 Prozent erst danach, Sicherheitsrisiken mit 37 Prozent. Die Bitkom-Studie Digitalisierung der Wirtschaft 2026, für die 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten befragt wurden, zeigt in dieselbe Richtung: 41 Prozent nutzen inzwischen aktiv KI, ein Jahr zuvor waren es 17 Prozent. 77 Prozent der Nutzer sehen sich dadurch besser aufgestellt, 33 Prozent finden KI teurer als erwartet.
Welcher Weg passt zu welchem Betrieb
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Solo-Selbstständige mit Minibudget | Baukasten oder schlanke WordPress-Seite in Eigenregie |
| Handwerksbetrieb | Freelancer oder kleine Agentur, Baukasten nur bei sehr kleinem Budget |
| Arztpraxis | Freelancer oder Agentur wegen Datenschutz und Terminbuchung |
| Verein | Baukasten oder ehrenamtlich betreute WordPress-Seite |
| Wachsendes KMU | Agentur oder erfahrener Webdesigner, WordPress wegen der Skalierbarkeit |
| Onlinehändler | Shopify, wer schnell einen Shop erstellen will, sonst WooCommerce oder Agentur |
Wer eine Website erstellen lassen will, sollte auf die Reihenfolge der Schritte mehr achten als auf die Wahl des Anbieters. Erst Ziel und Budget festlegen, dann eine Anforderungsliste schreiben, dann die Förderung prüfen, und zwar bevor irgendein Auftrag vergeben wird. Danach zwei bis drei vergleichbare Angebote einholen, den Vertrag durchgehen, die Inhalte selbst zuliefern und am Ende die Wartung einplanen.
Der häufigste Grund für Verzögerungen ist nicht die Technik. Es hakt an den Texten und Bildern, die der Auftraggeber liefern soll und nicht liefert. Wer eine Website erstellen lassen will, hat die Inhalte deshalb besser fertig, bevor der erste Termin steht.
Häufige Fragen
Diese Fragen kommen vor dem Auftrag an eine Agentur fast immer auf den Tisch.
Was kostet eine Website mindestens?
Ein Baukasten startet bei rund 10 Euro im Monat inklusive Hosting und Domain, das sind etwa 120 Euro im Jahr. Wer WordPress selbst betreibt, landet bei 150 bis 400 Euro jährlich plus der eigenen Arbeitszeit. Darunter geht nichts, sobald eine eigene Domain und ein werbefreier Auftritt dazugehören sollen.
Website erstellen lassen oder Baukasten: was lohnt sich?
Für eine reine Online-Visitenkarte reicht der Baukasten. Sobald individuelles Design, ernsthafte Sichtbarkeit bei Google oder Funktionen wie Shop und Terminbuchung dazukommen, rechnet sich die Fremdvergabe. Die Schwelle liegt dort, wo die Website Umsatz bringen soll statt nur zu existieren.
Wie viel kostet die Pflege einer Website pro Jahr?
Für eine gewerbliche WordPress-Seite sind 40 bis 150 Euro im Monat üblich, also 480 bis 1.800 Euro im Jahr. Dazu kommen Domain, Hosting und Lizenzen. Wer darauf verzichtet, spart bis zum ersten Sicherheitsvorfall.
Gibt es 2026 noch Förderung für eine Website?
Für die reine Erstellung meist nicht. go-digital und Digital Jetzt sind ausgelaufen. Gefördert werden Beratung über das BAFA mit bis zu 1.750 oder 2.800 Euro und größere Digitalisierungsprojekte, in Bremen etwa über Digitaler Mittelstand KI mit bis zu 17.000 Euro. Der Antrag muss immer vor der Auftragsvergabe gestellt werden.
Wem gehört die Website nach der Fertigstellung?
Das hängt allein am Vertrag. Urheber bleibt der Gestalter, der Kunde erhält Nutzungsrechte. Ohne ausdrückliche Vereinbarung eines ausschließlichen Nutzungsrechts nach Paragraf 31 Absatz 3 UrhG bekommt er nur die Rechte, die der Vertragszweck verlangt. Domain und Zugangsdaten gehören separat geregelt.
Wie viel Zeit muss ich einplanen, wenn ich eine Website erstellen lassen will?
Eine kleine Firmenwebsite braucht bei einem Freelancer meist vier bis acht Wochen, bei einer Agentur eher acht bis zwölf. Die Technik ist dabei selten der Engpass. Wer Texte und Bilder zügig liefert, verkürzt die Laufzeit erheblich.
Website Kosten WordPress Agentur
Webung: Hier bekommen Sie PHP fähigen Webspace der mit Ökostrom betrieben wird ab bereits 2 Euro/ Monat für ihre Homepage. Zusätzlich ist eine eigene Internetadresse mit enthalten.
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