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Taiwans Präsident im Wahlkampf angeschossen

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Einen Tag vor der Präsidentenwahl in Taiwan ist Amtsinhaber Chen Shui Bian am Freitag während einer Wahlkampfveranstaltung im Süden des Landes angeschossen worden. Chen sei nicht lebensgefährlich verletzt, sagte sein Regierungssprecher. "Es war ein Gewehrschuss", sagte der Sprecher. Der Präsident sei in der Stadt Tainan ins Krankenhaus gebracht worden. TV-Sender hatten zuvor berichtet, der 54-jährige Chen sei in Lebensgefahr.

Auch Vize-Präsidentin verletzt
Ein Abgeordneter aus Chens Partei sagte, die Kugel habe zunächst Vize-Präsidentin Annette Lu ins Knie getroffen und dann den Präsidenten. Chen habe eine tiefe, 30 Zentimeter lange Wunde im Bauch erlitten. Über die Hintergründe der Tat lagen zunächst keine Erkenntnisse vor.

Chen steht für klare Trennung von China
Chen steht mit seiner Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) für eine klare Trennung Taiwans von China, das die Insel nach wie vor als Teil des Landes betrachtet. Sein Gegenkandidat Lien Chan von der Nationalen Volkspartei, der größten Oppositionspartei, vertritt einen versöhnlicheren Ansatz gegenüber dem größten Handelspartner Taiwans. Umfragen zufolge wird die Entscheidung am Samstag knapp.

Quelle: www.stern.de



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