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Faxgeräte im digitalen Zeitalter: Warum sie nicht aussterben

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Faxgeräte wirken wie Relikte aus vergangenen Zeiten, doch sie sind noch immer in vielen deutschen Büros im Einsatz. Ihre anhaltende Beliebtheit zeigt, dass alte Technologien manchmal länger überleben, als man denkt.

Eine Reise durch die Geschichte des Faxgeräts

Bei seiner Erfindung war das Faxgerät eine Revolution in der Kommunikationstechnologie. Heute, in Zeiten digitaler Kommunikation, wirkt es wie ein Relikt aus vergangenen Tagen. Doch ausgestorben sind Faxgeräte noch lange nicht.

Die Anfänge des Faxgeräts in Deutschland

Es ist wie eine Reise durch die Zeit, wenn man das Depot des Kommunikationsmuseums in Heusenstamm betritt. Dort lagern Geräte, die einst als technologischer Fortschritt gefeiert wurden: TV-Geräte, Fernschreiber und Faxgeräte. "Das hier ist eines der ersten Faxgeräte in Deutschland, ein Infotec 6002 aus dem Jahr 1974", erklärt Frank Gnegel, Sammlungsleiter des Museums.

Der Siegeszug des Faxgeräts

Erst 1978 erhielten Faxgeräte in Deutschland eine offizielle Postzulassung, und 1979 wurde der Faxdienst durch die Deutsche Bundespost offiziell eingeführt. Bis in die 1980er-Jahre dauerte es, bis Faxgeräte sich in deutschen Büros durchsetzten. Laut Fernmeldetechnischem Zentralamt gab es 1981 nur 4.367 Telefax-Anschlüsse, während es 1989 bereits 375.000 waren.

Einfache Handhabung als Erfolgsfaktor

Laut Gnegel war die einfache Handhabung ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Faxgeräts: "Das Faxgerät konnte jeder verwenden und einfach an den Telefonanschluss anschließen."

Die Gegenwart des Faxgeräts

Heute stehen Faxgeräte noch immer in zahlreichen deutschen Büros, etwa bei der Stadtverwaltung Frankfurt. "Von den ursprünglich 2.500 Faxgeräten gibt es noch etwa 700", sagt Eileen O'Sullivan, Stadträtin im Dezernat Digitales. Auch deutschlandweit nutzten im vergangenen Jahr noch 82 Prozent der Unternehmen Faxgeräte.

Faxgeräte in der digitalen Welt

Obwohl E-Mails verschlüsselt werden können, betrachten einige Organisationen das Faxen weiterhin als sichere Methode zur Übertragung vertraulicher Dokumente. Heutzutage werden Faxe jedoch vor allem als E-Faxe verschickt, bei denen eingehende und ausgehende Faxe über E-Mail übertragen und empfangen werden.

Die Zukunft ohne Fax?

Viele Städte und Länder planen, Faxgeräte abzuschaffen. In Bayern will Digitalminister Fabian Mehring die Geräte aus der öffentlichen Verwaltung verbannen. Auch der deutsche Bundestag plant, bis zum 30. Juni 2024 alle verbliebenen Faxgeräte abzuschalten.

Fazit: Eine Mischung aus Tradition und Wandel

Trotz des digitalen Fortschritts bleibt das Faxgerät ein fester Bestandteil in vielen Büros. Die Gründe reichen von Tradition und Gewohnheit bis hin zu Sicherheitsaspekten.

Eckdaten des Artikels:

- Erste Faxgeräte in Deutschland seit 1974

- Offizielle Postzulassung 1978

- Bis 1989 gab es 375.000 Telefax-Anschlüsse

- Heute nutzen noch 82% der Unternehmen Faxgeräte

- Geplant ist die Abschaffung in vielen öffentlichen Verwaltungen

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