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OpenAI macht Schluss mit Sora und setzt alles auf eine Karte

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OpenAI zieht bei seiner Video-KI Sora den Stecker. Die App und die API werden eingestellt. Dahinter steckt ein radikaler Kurswechsel.

Sora ist Geschichte

OpenAI hat seine Video-KI Sora komplett eingestellt. Sowohl die eigenständige App als auch der API-Zugang sind Geschichte. Nutzer können ihre erstellten Projekte noch herunterladen, bevor endgültig Schluss ist. Ob künftige ChatGPT-Modelle wieder Videofunktionen mitbringen, bleibt offen.

Warum jetzt?

Die Rechnung war einfach: Jedes generierte Video hat OpenAI bares Geld gekostet. Die Einnahmen durch Abonnements konnten das nicht auffangen. Gleichzeitig soll ein Deal mit Disney über eine Milliarde US-Dollar geplatzt sein. Disney wollte Sora in seinen Freizeitparks einsetzen und eigene Figuren animieren lassen. Ob die Qualität nicht stimmte oder andere Gründe dahinterstecken, ist bislang unklar.

Der neue Kurs: Unternehmen und Entwickler

OpenAI richtet den Blick jetzt auf zahlungskräftige Geschäftskunden. Statt immer neue Produkte auf den Markt zu werfen, sollen bestehende Angebote wie ChatGPT und das Coding-Tool Codex tiefer in Unternehmensstrukturen verankert werden. Das Kalkül: Wer einmal integriert ist, wird so schnell nicht wieder abgelöst.

Die Strategie teilen sich praktisch alle großen KI-Anbieter. Auch Anthropic und Google haben zuletzt Produkte vorgestellt, die sich gezielt an Entwickler richten. Im Unternehmensgeschäft steckt deutlich mehr Geld als in Einzelabos.

Sora-Experten stehen vor dem Nichts

Für alle, die sich beruflich auf Sora spezialisiert hatten, kommt die Nachricht zur Unzeit. Wer Zeit und Geld investiert hat, um sich Expertise mit dem Tool aufzubauen, muss jetzt umsatteln. Alternativen gibt es: Googles Veo schneidet in Vergleichen teilweise sogar besser ab. Der Unterschied: Google kann seine KI-Projekte durch Werbeeinnahmen finanzieren. OpenAI hat diesen Luxus nicht.

Die Super-App als nächstes Ziel

OpenAI träumt von einer Super-App. ChatGPT soll zum zentralen Zugang zum Internet werden, über den Nutzer Restaurants buchen, Code schreiben oder im Netz surfen. Browser, KI-Agent und Coding-Plattform sollen in einer Anwendung verschmelzen. Klingt ambitioniert, birgt aber Risiken. Sicherheitsbedenken und die Abhängigkeit von Investorengeldern bleiben die großen Fragezeichen.

Was das für die KI-Branche bedeutet

Die Einstellung von Sora ist mehr als eine Produktentscheidung. Sie zeigt, dass auch bei den größten KI-Unternehmen die Phase des grenzenlosen Wachstums vorbei ist. Die Frage lautet nicht mehr, was technisch möglich ist, sondern was sich rechnet. OpenAI will noch in diesem Jahr an die Börse gehen und hat frische Investitionen von zehn Milliarden Dollar angekündigt. Ob das reicht, um die Vision der Super-App umzusetzen, wird sich zeigen.

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