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Werders Poker ging auf

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Werder Bremen hat in Valencia 2:0 gewonnen und zieht in die Achtelfinals der Champions League ein. Titelverteidiger FC Porto stösst dank eines 2:1 über Chelsea ebenfalls in die nächste Runde vor.

 
Werder Bremen hat hoch gepokert und gewonnen. Valencia und sein Trainer Claudio Ranieri haben sich verspekuliert. Der defensiv kompakte deutsche Meister setzte sich beim spanischen Champion mit 2:0 durch, hat erstmals die Gruppenphase überstanden und zieht in die Achtelfinals ein. Der Matchwinner für die Hanseaten im Mestalla hiess Nelson Valdez. Der 21-jährige Stürmer aus Paraguay erzielte beide Tore. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung traf er zum vorentscheidenden 0:1 (83.), in der turbulenten Schlussphase, als einigen Spaniern die Nerven durchgingen und Angulo für eine brutale Attacke gegen Valdez die rote Karte sah, glückte Valdez sogar das 0:2.

Das Spiel in Valencia lebte von der Spannung, nicht von der Klasse. Und es wurde schliesslich von der Mannschaft gewonnen, die ihre Kräfte besser defensiv bündelte und geduldig auf ihre Chance wartete. Zwar schien die Partie in der letzten halben Stunde zu kippen, als Trainer Ranieri mit einem Schlag gleich drei Stars und Offensivkräfte einwechselte. Erst zum Schlussspurt beim Stande von 0:0 erschienen Ranieris Landsleute, die torgefährlichen Stürmer Marco Di Vaio und Bernardo Corradi sowie der von einer Schulterverletzung genesene Vicente. Zwar traf Di Vaio (66.) die Latte und wurde fälschlicherweise freistehend aus einer Abseitsposition zurückgepfiffen, doch Valencia tat einfach zu wenig, um das sichere Abwehrdispositiv Werders zu knacken.
 
Im zweiten Spiel der Gruppe G sicherte sich Inter, das einige Stars schonte, gegen Anderlecht mit dem 3:0 den Gruppensieg. Als zweifacher Torschütze zeichnete sich der Nigerianer Obafemi Martins aus.
 
 
Porto knapp weiter
Benni McCarthys Tor in der 87. Minute brachte Titelverteidiger FC Porto ein 2:1-Sieg gegen Chelsea und, weil Paris St-Germain gegen ZSKA Moskau (1:3) patzte, den Vorstoss in die Achtelfinals (Gruppe H). Nicht nur weil das Tor äusserst spät fiel, war der Erfolg der Portugiesen glückhaft. Chelsea hielt sich zwar spielerisch zurück, hatte aber wesentlich mehr Torchancen. So etwa durch Frank Lampard, der in den letzten zehn Minuten zweimal aus aussichtsreicher Position an Goalie Nuno scheiterte.
Ohne Probleme setzte sich derweil Arsenal in der Gruppe E durch. Beim 5:1-Sieg gegen Rosenborg Trondheim fiel die Entscheidung schon in der ersten Halbzeit. Vier Tore wiesen den Londonern früh den Weg in die Achtelfinals.
 
Milan ist Gruppensieger
Dank des 0:0 bei Celtic beendeten die «Rossoneri» die Vorrunde als Erster in der Gruppe F. Fast wichtiger war für Milan jedoch, in der schottischen Metropole Kraft und Energie für die nächsten Partien in der Serie A zu sparen; auch dies gelang. Die Mittelfeldspieler Gennaro Gattuso und Andrea Pirlo konnten wie Verteidiger Cafu geschont werden, Clarence Seedorf und der Brasilianer Kaka mussten erst in den Schlussminuten auf den Rasen.
 
Celtic verpasste durch das Remis den Verbleib in den europäischen Konkurrenzen, denn die Schotten wurden von Schachtjor Donezk überholt. Die Ukrainer nützten die «Vorlage» ihres Widersachers aus und schlugen den mit einigen Reservisten angetretenen spanischen Leader FC Barcelona 2:0.


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