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Bremen: Verdächtiger stirbt nach Brechmitteleinsatz

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Knapp zwei Wochen nachdem Bremer Polizisten einem mutmaßlichen Drogenschmuggler ein Brechmittel verabreicht hatten (B24 berichtete), ist der Verdächtige tot. Die Staatsanwaltschaft will die Leiche obduzieren lassen. Sie ermittelt gegen zwei beteiligte Ärzte.

Dem 35-jährigen Mann war am 27. Dezember nach einer Polizeikontrolle zwangsweise ein Brechmittel eingeflößt worden, um ihn verschluckte Drogenkügelchen wieder ausspucken zu lassen. Er wehrte sich nach Angaben der Polizei und eines Notarztes heftig. Nach ihm das Mittel verabreicht worden war, erlitt der Verdächtige einen Atemstillstand, schwere Hirnschäden und fiel ins Koma. Er hatte sieben Drogenpäckchen verschluckt.

Brechmittel-Methode vorerst ausgesetzt 
 
Die Anwendung von Brechmitteln unter Zwang wurde in Bremen inzwischen ausgesetzt. Bremens Innensenator Thomas Röwekamp hatte die umstrittene Maßnahme unter anderem mit dem Argument verteidigt hatte, niemand sei gezwungen, Drogenkügelchen zu schlucken. Die sachgerechte Verabreichung dieser Mittel führe nicht zum Tod. Auch der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei verteidigte die Maßnahme: "Andere haben sich als nicht praktikabel erwiesen", sagte Horst Göbel.

In Hamburg war 2001 ein mutmaßlicher Dealer bei einem ähnlichen Vorfall gestorben. 
 
Quelle: tagesschau.de 



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