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Ende einer Odyssee: Estland gibt Dürer-Gemälde an Bremen zurück

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Mit der Rückgabe des Altarbildes «Der heilige Johannes der Täufer» von Albrecht Dürer an die Kunsthalle Bremen endet am Montag eine rund 60-jährige Odyssee des im Zweiten Weltkrieg verschwundenen Werkes.

 Estlands Ministerpräsident Juhan Parts gibt das Gemälde im Beisein von Bundeskanzler Gerhard Schröder an das Museum zurück. Nach fast 60 Jahren der Trennung werden damit die beiden Altarflügel «Johannes der Täufer» und sein Gegenstück «Der hl. Onuphrius» wieder vereint.

Die 59 mal 21,7 Zentimeter grossen Bilder wurden 1945 zusammen mit anderen wertvollen Schätzen von der Kunsthalle ins Schloss Karnzow in der Mark Brandenburg gebracht. Vermutlich zum Kriegsende gelangten sie in die damalige Sowjetunion.

«Der heilige Johannes» wurde erst im vergangenen Sommer im Depot des Kadriorg Kunstmuseums in Estlands Hauptstadt Tallinn identifiziert. Dort hatte das Bild nach Angaben der Kunsthalle fast zehn Jahre lang unerkannt gelagert. Estnische Zollbehörden hatten es zuvor bei einer illegal geplanten Ausfuhr beschlagnahmt.

Der spontanen Bereitwilligkeit der Museumsleitung und dem Entgegenkommen der Ministerien in Tallinn sei es zu verdanken, dass das Gemälde jetzt zurückkehre, sagte eine Sprecherin der Kunsthalle. Als Dank hat die Kunsthalle 85 Dürer-Grafiken für eine Sonderausstellung nach Tallinn geschickt.



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