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Bremer Busentführer wieder auf freiem Fuß

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Am 25. April entführte er einen Bremer Linienbus und nahm 16 Menschen als Geiseln. Mit einer Schreckschusswaffe dirigierte er den Bus auf die Autobahn, bei Hildesheim konnte der deutsch-libanesische Täter nach sieben Stunden von der Polizei zum Aufgeben bewegt werden.

Zuvor wollte er vier Mitglieder der Terrororganisation Al-Kaida freipressen. Damals ging man von einem islamistischen Hintergrund aus. Dieser Verdacht bestätigte sich im Nachenein nicht. Heute wurde im Busentführer-Prozess das Urteil gesprochen. Der Entführer durfte den Gerichtssaal als freier Mann verlassen, er erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe. Zum Prozessauftakt hatte sich der 17-Jährige bereits bei den Opfern entschuldigt und die Tat gestanden. Für den Richter waren vor allem die kritische Lebenssituation des jungen Mannes Grund dafür, dass Urteil unter der geforderten Höhe der Staatsanwaltschaft anzusetzen. Die Strafe solle erzieherisch auf den Täter wirken, erklärte der Vorsitzende Richter Rolf Steinhilber in der nicht-öffentlichen Verhandlung.

Das Urteil, zwei Jahre auf Bewährung, für Staatsanwalt Uwe Picard eine zu milde Strafe, er hatte eine Gefängnisstrafe gefordert, um vor allem Nachahmungstätern zu zeigen, dass solche Vergehen hart bestraft werden.

Ferner betonte Picard das noch immer viele der Geiseln unter den Folgen der Entführung zu kämpfen hätten, auch die Angehörigen der Opfer sind zum Teil noch in Psychologischer Behandlung. Ob die Staatsanwaltschaft das Urteil akzeptiert, darüber wollte Uwe Picard noch eine Nacht schlafen.

Quelle: n28.de



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