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Intel Core Ultra CPUs 2025: Wie Updates das Leistungserlebnis neu definieren

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Intel hat seine Core-Ultra-CPUs und Treiber seit dem Marktstart deutlich weiterentwickelt. Der Nachtest beleuchtet, wie Firmware, Windows 11 und Linux-Optimierungen die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Prozessoren beeinflussen.

Nahaufnahme einer Intel Core Ultra CPU auf einem Mainboard, mit Text zur Performance-Steigerung durch Updates 2025.

Testsystem im Wandel der Zeit

Ich habe mein Testsystem seit dem Start der Core-Ultra-Plattform in einer eingefrorenen Konfiguration bewahrt. Ein bitidentisches SSD-Image stellt sicher, dass Vergleiche auch Monate später unter identischen Bedingungen möglich sind. Für den aktuellen Nachtest genügte es, das Mainboard-UEFI zu aktualisieren, aktuelle Windows-Updates zu installieren und die neuesten Treiber einzuspielen - ohne an der restlichen Software-Umgebung etwas zu verändern. Dieses Vorgehen ermöglicht eine exakte Rückverfolgung, wie sehr Mikrocode, Firmware und Treiber seit dem Launch den Alltag tatsächlich verändert haben.

Im Mittelpunkt der Analyse stehen diesmal drei ausgewählte Intel-CPUs. Sie wurden sowohl in ihrer ursprünglichen Firmware-Version als auch im aktuellen Zustand erneut getestet. Die damals parallel getesteten AMD-Modelle dienen nur noch als Referenzrahmen; das eigentliche Thema ist die Entwicklung innerhalb der Core-Ultra-Serie. Neben den bekannten Modellen ist jetzt auch der Core Ultra 5 235 Teil des Vergleichs. Er liegt leistungsmäßig unter dem Core Ultra 5 245K, integriert sich aber technisch nahtlos in die Serie. Den darunter positionierten Core Ultra 5 225F habe ich diesmal bewusst ausgeschlossen. Seine Leistung fällt für einen direkten Vergleich zu stark ab, auch wenn er eigene Qualitäten besitzt, auf die ich noch eingehen werde.

Bereits an dieser Stelle kann ich sagen: Die durchschnittliche Bildrate hat zwar zugelegt, doch das eigentliche Aha-Erlebnis liefert die neue Gleichmäßigkeit der Bildausgabe. Die Analyse der Frame-Zeitverteilung offenbart hier die entscheidenden Fortschritte. Doch mehr dazu im weiteren Verlauf.

Was wurde verbessert - und was nicht?

Seit der Einführung der Core-Ultra-200-Serie im Oktober 2024 haben sich Mainboard-Firmware, Intel-Treiber und Windows 11 fast monatlich verändert. Jede Komponente hat auf ihre Weise dazu beigetragen, anfängliche Stabilitätsprobleme zu beheben. Die Firmware-Geschichte meines MSI MEG Z980 Ace begann mit einem UEFI, das auf Microcode 0x110 und einer CSME-Firmware 19.0.0.1762 setzte. Erste Verbesserungen brachte eine PR5-Beta im November, welche den DLVR-Bypass entfernte und Lastgrenzen strenger fasste - das stabilisierte das System, erhöhte aber die Speicherlatenz.

Der große Schritt erfolgte mit dem finalen UEFI 7E22v1A41 von MSI. Dieses UEFI integrierte Microcode 0x114 und CSME 19.0.0.1854 v2.2 und ermöglichte einen messbaren Leistungsschub in Spielen und speicherintensiven Anwendungen. Im Frühjahr 2025 folgten weitere Revisionen, etwa mit dem neuen 200S-Boost-Profil und verbessertem Memory-Training für DDR5-8000. Ein späterer Beta-Build mit Microcode 0x118 brachte keine konsistenten Vorteile, weshalb er nicht in die breite Auslieferung gelangte.

Treiber-Updates und ihre Wirkung

Parallel dazu hat Intel die Treiber in mehreren Stufen überarbeitet. Die Startversion 32.0.101.6732 wurde schnell von WHQL-Treiber 32.0.101.6734 abgelöst, der vor allem auf Lunar-Lake-Handhelds die Bildrate spürbar verbesserte. Der im Mai erschienene Treiber 32.0.101.6874 brachte diese Optimierungen für alle Core-Ultra-200V-Systeme und hob die iGPU-Speichernutzung von 50 auf 57 Prozent des RAM an. In 16-GB-Systemen können nun über 9 GB für die Grafikeinheit reserviert werden.

Die aktuellste Version 32.0.101.6881 vom Juni 2025 hat vor allem die Shader-Cache-Verwaltung verbessert und erstmals eine dynamische Umschaltung zwischen Balanced- und Performance-Profilen ermöglicht. Besonders beim Core Ultra 5 235 führt das zu spürbar gleichmäßigeren Frametimes. Zusätzlich bündelt Intel nun Chipsatz-, WLAN- und Bluetooth-Treiber zu einem einheitlichen Installer, der veraltete Power-Plans entfernt und neue Energy-Aware Scheduling-Richtlinien aktiviert.

Windows 11 und Linux: Scheduler-Updates bringen Vorteile

Microsoft hat mit den Windows-Entwicklungszyklen 23H2 und 24H2 den Kernel-Scheduler für die heterogene Kernarchitektur von Arrow Lake optimiert. Besonders seit Build 26100.4349 vom Juni 2025 profitieren Nutzer von verbesserter Lastverteilung, DirectStorage-Optimierungen und standardmäßig aktiver AV1-Hardwarebeschleunigung. Der neue Xbox-Game-Mode senkt Latenzen auf iGPU-Systemen und das UEFI-Boost-Profil wird jetzt korrekt erkannt, sobald XMP aktiviert ist.

Auch unter Linux hat sich einiges getan. Kernel 6.9 adressiert die neuen CPUs deutlich besser, der modernisierte P-State-Governor fährt die Turbogrenzen jetzt effizienter aus. Die Mesa-Xe-Treiber ab Version 25.1 stabilisieren die integrierte Arc-Grafik, Frame-Pacing-Ausreißer sind kaum noch messbar. In der Praxis verzeichnen aktuelle Linux-Setups einen ähnlichen Leistungszuwachs wie unter Windows - allerdings bleibt die Hardware im Kern identisch, was den Fortschritt umso bemerkenswerter macht.

Testmethodik bleibt konstant

Die Systemkonfiguration sowie alle Benchmarks und Methoden entstammen weiterhin dem Launch-Artikel. Alle Einstellungen wurden bewusst beibehalten, um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse sicherzustellen. Lediglich Firmware- und Treiberstände wurden aktualisiert.

Die wichtigsten Erkenntnisse

Die Summe der Änderungen zeigt deutlich: Fortschritt findet heute nicht mehr nur in der Hardware statt. Software, Firmware und Treiber prägen das Leistungserlebnis - manchmal sogar stärker als ein kompletter Plattformwechsel. Das macht es für Anwender spannender, aber auch herausfordernder, den Überblick zu behalten. Wie bewerten Sie die ständigen Veränderungen? Welche Erfahrungen haben Sie mit BIOS-Updates und Treiber-Optimierungen gemacht? Teilen Sie Ihre Eindrücke und Beobachtungen - gerade in einer so dynamischen Plattform wie Intels Core Ultra werden Ihre Kommentare zur besten Ergänzung dieses Artikels.



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