Glühbirnenproduktion wird eingestellt - Zukunft: Energiesparlampen

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Ab September 2009 wird die Produktion der Glühbirne eingestellt, der Markt wird somit frei für die Energiesparlampe. Aber ist diese vorteilhafter und ist Produktionseinstellung der Glühlampe wirklich sinnvoller?

 

Welche Arten der Glühlampen sind betroffen? Mattierte Glühlampen in 75 Watt, Globuslampen in 60 Watt, Kryptonlampen in 40 Watt, opalisierte Kerzenlampen in 25 Watt. Diese dürfen ab dem 1. September 2009 in Europa nicht mehr produziert und nicht mehr in die EU importiert werden. Aber der Verkauf ist auch nach dem 1. September noch erlaubt. Ein Grund, warum Geschäfte diese Glühbirnen förmlich "bunkern".

Doch aus welchem Grund wird die Produktion eingestellt? "Die Verbraucher denken nicht langfristig", erklärt Ferran Taradellas Espuny, energiepolitischer Sprecher der EU-Kommission gegenüber SPIEGEL TV. "Sie bezahlen im Supermarkt doch lieber einen Euro für eine Glühlampe anstatt sechs für eine Energiesparlampe, obgleich sie das am Ende fünfzig Euro mehr an Strom kostet! Und weil der Markt so etwas nicht von selbst regelt, mussten wir eine Verordnung erlassen. Damit stellen wir sicher, dass alle Lampen vom Markt verschwinden, die zu viel Energie verbrauchen."

Doch ist die Energiesparlampe wirklich viel sparsamer? Eher weniger, denn gerade einmal 1,5 % der Kosten fließen in einem Haushalt in die Beleuchtung. Weiterhin kommt hinzu, dass die angegebenen 80% Energieeinsparung nahezu an Verbraucherbetrug grenzen, denn die tatsächliche Einsparung beträgt knapp über 40%. Dies ging aus verschieden Tests der Zeitschrift "Ökotest" hervor, bei dem keine der getesteten Energiesparlampen das einhielt, was vom Hersteller versprochen wurde und somit schnitten die Energiesparlampen gerade mal mit der Note "mangelgaft ab". Das nächste Problem: Die Energiesparlampe ist hochgradig giftig und stellt somit eine erhebliche Gesundheitsgefahr für den Verbraucher dar.

Der Grund hierfür ist das Quecksilber, welches zur Herstellung der Energiesparlampe eingesetzt wird. Quecksilber ist mitlerweile in Geräten wie Fieberthermometern oder Barometern verboten, nicht aber in Energiesparlampen. Maximal fünf Milligramm der giftigen Sustanz dürften enthalten sein, doch dieser Wert wird häufig überschritten, besonderst bei Billigimporten aus China. Oft befinden sich in einer Energiesparlampe zehn bis fünfzehn Milligramm Quecksilber. Was passiert, wenn eine Energiesparlampe zerbricht? "Eigentlich müsste dann sofort die Umweltpolizei alarmiert werden", mahnt Gary Zörner von Institut für chemische Analytik in Delmenhorst. Das Gift ist unsichtbar, verteielt sich sofort in der Luft und stellt ein sehr hohes gesundheitliches Risiko mit verherenden Wirkungen dar. "Nicht die Glühlampe, sondern die Energiesparlampe sollte verboten werden", sagt Zörner.

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