Aktion Jugendschutz: Computerspiele keine Ursache für Gewalt

Sie befinden sich: Home > News Archiv > Spiele > Aktion Jugendschutz:...

 

Die Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg (ajs) hat keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Gewaltbereitschaft von Jungen und Computerspielen feststellen können. "Medien können Vorbild für Gewalthandeln sein, allein verursachend sind sie nicht", sagte ajs-Geschäftsführerin Elisabeth Gropper laut dpa. Gropper plädierte auf der Fachtagung Spiel ohne Grenzen? Jungen -- Computerspiele -- Gewalt? dafür, Computerspiele als Lernergänzung in den Alltag von Jugendlichen zu integrieren.

 

Der Zusammenhang zwischen Computerspielen und Gewalt ist schon seit längerem in der Diskussion, spätestens seit dem Massaker an der Columbine High School in Littleton (Colorado) im Jahr 1999 oder hierzulande seit dem Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt vor zwei Jahren. Als Konsequenz daraus hatte die Bundesregierung im Mai 2002 schärfere Jugendschutzbestimmungen für neue Medien beschlossen. Seit April 2003 ist ein neues Jugendschutzgesetz in Kraft.

In den USA haben seit 1997 mehrere Bundesstaaten Gesetze erarbeitet, die verhindern sollten, dass Jugendliche mit Computerspielen in Kontakt kommen, die Gewaltdarstellungen enthalten. Keiner dieser Entwürfe konnte umgesetzt werden, da wie im Juni 2003 in St. Louis Richter in den Gesetzentwürfen ein Verstoß gegen das Recht auf freie Rede sahen. Das ist auch das von der Spiele-Industrie verwendete Hauptargument. Im März 2002 wurde eine Klage von Angehörigen der Opfer des Massakers von Littleton gegen Spielehersteller abgewiesen.

Aktivisten und Gesetzgeber haben in den USA aber noch nicht ihren Kampf gegen die Gewalt in Computerspielen beendet. Sie stützen sich, so wie die demokratische Abgeordnete des Repräsentantenhauses Mary Lou Dickerson, beispielsweise auf Studien des Psychologen Craig A. Anderson von der Iowa State University, der einen engen Zusammenhang sieht zwischen dem aggressiven Verhalten von Jugendlichen und ihrem Konsum von Gewaltspielen. Die Spieleindustrie wiederum argumentiert, es sei widersinnig, wenn Jugendliche Filme wie Kill Bill oder Die Passion Christi erwerben könnten, nicht aber ein Spiel wie Resident Evil.

aktion computerspiele gewalt jugendschutz keine ursache

Neusten News in der Kategorie "Spiele"

   • Wird die Games Convention Online ein Reinfall?
Bald ist es wieder soweit die Games Convention Online in Leipzig begin...

• Keine deutschen Metropolen auf dem neuen Monopoly
Schade! Keine der deutschen Metropolen hat es auf die neue Monopoly Wo...

• Video Gamers in Europa 2008
Die von der Interactive Software Federation of Europe (ISFE) http://ww...

• Studie beweist: Videospielen trainiert das Gehirn
In einer Studie mit 100 Studenten haben kanadische Forscher entdeckt, ...

• Halo 2: PC-Umsetzung nur für Windows Vista
Der von der Xbox bekannte Ego-Shooter Halo 2 wird laut Microsoft nur f...

• Kriegsausbruch in World of Warcraft - Chinesische Spieler we...
Im Online-Spiel "World of Warcraft" ist ein Krieg ausgebrochen. Die en...

• Meinungsfreiheit auch für PC-Spiele: USA kippt Jugendschutzg...
Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger ist mit dem Vorhabe...

• Xbox 360: Dateisystem von Hackern geknackt - Raubkopien von ...
Die Microsoft Spielekonsole "Xbox 360" wurde von Hackern geknackt. Das...

• Kind wegen World of Warcraft gestorben? Eltern klagen gegen ...
Die Eltern eines 13 Jahre alten Jugendlichen aus China wollen Blizzard...

• Sony trickst PSP-Hacker aus – Raubkopie von GTA im Netz, ist...
Sonys tragbarer Handheld, die Playstation Portable, galt als geknackt-...